Verge von 51% Attacke getroffen – Hard Fork im Gespräch

Jugendlicher mit Krypto Münzen am Computer

Das Verge (XVG) Netzwerk ist am Mittwoch (4. April) Opfer einer 51% Attacke geworden.

Ein Fehler im Code erlaubte dem Angreifer Timestamps der erzeugten Blöcke zu fäschen und alle neuen Blöcke mit demselben Algorithmus zu erstellen. Eigentlich muss jeder neue Verge Block durch einen anderen Algorithmus erstellt werden um genau diese Situation, dass ein Miner oder Pool die Mehrheit der Hashrate auf sich vereinen kann, zu verhindern.

Der Angreifer konnte auf diese Weise für ca. 3 Stunden jede Sekunde einen neuen Block mit dem scrypt Algorithmus generieren, stoppte seinen Angriff dann allerdings von selbst wieder.

Hacker verhöhnt Dev-Team

Auf Bitcointalk.org verhöhnte er die Verge Entwickler dann noch und erklärte, dass Verge-Team solle sich „echte“ Entwickler holen und den Code reparieren. Er hätte 2 weitere Fehler im Code gefunden, durch die ebenfalls falsche Blöcke erzeugt werden könnten.

Der Lead Entwickler von Verge hat daraufhin einen emergency commit veröffentlicht mit dem das Problem temporär zu beheben ist. Aktuell werde ein Hard Fork vorbereitet um die Angelegenheit endgültig zu erledigen.

Das Verge Team selbst versucht aktuell den Vorfall möglichst herunterzuspielen. Auf twitter erklärten sie, es habe eine kleine Hash Attacke gegeben die aber inzwischen geklärt ist. Sie würden weitere Sicherheits-Checks integrieren.

Neuer Angriff am Donnerstag

Am Donnerstag kam es dann zu einem neuen Angriff, bei dem wieder etwa 12.000 Blöcke gemined wurden. Danach hörte der Angreifer wieder von selbst auf.

Schaden

Die Zahlen zum Schaden gehen je nach Quelle weit auseinander. Das Verge-Team gibt ca. 250.000 Verge Coins an. Wenn man die erzeugten Blöcke aber zusammen rechnet, kommt dabei eine Zahl von ca. 3,9 Millionen Verge Coins heraus.

 

Heute wurde dann angekündigt, dass morgen (07. April) eine neue Version des Verge QT Wallets veröffentlicht werde.

Aktuell gibt es große Probleme im Netzwerk da viele Wallets an den veränderten Blöcken „hängen bleiben“, dies wird mit der neuen Veröffentlichung wohl behoben.

Reaktionen

Während große Teile der Community dies als das Ende von Verge ansehen, vor allem die Verharmlosung und die wenig offene Kommunikation des Verge Teams stossen hier vielen sauer auf, stehen die Verge Fans weiter hinter dem Coin und Entwickler Team. Es sei ein Glück, dass es so passiert sei und nicht, wie auch möglich, deutlich schlimmer gekommen ist.

Wir dürfen gespannt sein wie diese Geschichte für Verge ausgeht und ob alle Lücken im Code gefixt wurden.

Beitragsbild: © PR Image Factory – shutterstock.com

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