Paypal, Bank of Amerika und Co. nehmen Kryptowährungen endlich ernst

Seit dem Kurssturz um 20 % letzte Woche gibt es wieder Gerüchte, dass das der Anfang vom Ende ist und das alles genauso verlaufen werde, wie im Jahr 2018. Crash-Propheten und Kryptogegner sehen den Totalverlust bei vielen Coins und das das alles keinen Sinn macht.
Doch das Umfeld, der Nutzen und die Nachrichtenlage zu Bitcoin und Co haben sich grundlegend geändert. Immer häufiger kann man mit Kryptos bezahlen, die Plattformen entwickeln sich in einem guten Tempo weiter und auch immer mehr institutionelle Anleger und Firmen springen auf den Zug auf.

Vom Gegner zum Mitspieler

Im letzten Zyklus der Kryptowährungen standen vor allem Großbanken und Fondsmanager auf der Seite der Kritiker und sahen Bitcoin als Betrug an. Doch nun hat sich das Blatt um 180 Grad gewendet. Großbanken sind investiert und erstellen sogar Prognosen für zukünftige Preise vom Bitcoin. So z. B. die US-Investmentbank JP Morgan Chase, wo noch 2018 der CEO höchstpersönlich Bitcoin als Schneeballsystem darstellte, erstellt heute Preisprognosen, betreibt Hintergrundanalyse zum Mining und blickt ebenfalls auf Ethereum. Neben JP Morgan haben auch einige Vermögensverwalter ihre Meinung geändert und aggressiv Coins erworben. Die bekanntesten Namen sind hier die Unternehmen Greyscale und MicroStrategy. Erster hält laut offiziellen Papieren knapp 500000 Bitcoin. Ein massives Investment und Vertrauen in die Alternativwährung.
Neben dem einfachen Investieren nimmt auch die Zahl der Entwicklung, Implementierung und Benutzung zu. So haben besonders Zahlungsdienstleister und Banken in die Richtung Blockchain geforscht und auch einige Durchbrüche erzielt. Auf der Liste der meisten Blockchain-Patente von US-Unternehmen findet man direkt auf Platz 3 die Bank of Amerika und direkt danach Mastercard.

Ausbau und Integration

Nicht nur für die Versorgung der hohen Nachfrage, sondern auch bei der direkten Anwendung treten nun US-Giganten auf den Plan. So ist es schon seit Januar 2018 möglich, mit der Cash App vom US-FinTech Square Bitcoin zu kaufen und zu senden. Besonders mit dem Aufwärtstrend des Bitcoins konnte Sqaure durch Transaktionsgebüren und weitere Services, in den vergangenen Wochen enorme Umsätze erzielen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Der globale Zahlungsdienstleister Paypal kündigte im Herbst 2020 an, ebenfalls Bezahlung und Kauf von Bitcoin in die Plattform zu integrieren. Doch damit nicht genug, kurz nach der Bekanntgabe wurden weitere Pläne bekannt, Paypal will ebenfalls und direkt Ethereum und Litecoin mit integrieren. Damit hätte man einen direkten Vorteil, zusammen mit der internationalen Präsens und Plattform, die Square derzeit nicht zu bieten hat. Auch hat Paypal in jüngster Vergangenheit eine unbekannte Millionensumme in das Unternehmen TaxBit investiert. TaxBit ist ein Start-up, dass mit seiner Software automatisiert Tabellen mit Gewinn und Verlust erarbeitet und die anfallenden Steuern für den Kapitalertrag berechnet. Das ist ein weiteres Indiz, dass man Nägel mit Köpfen machen möchte und dem Nutzern ein gesamtes Ökosystem zur Verfügung stellen möchte.

Alles in allem lässt sich sagen, dass sich die Umstände für Bitcoin und Co radikal und grundlegend geändert haben. Es ist nicht mehr das verschriene Cybergeld, sondern findet Tag für Tag neue Befürworter, Investoren und Anwendungsmöglichkeiten. Anzunehmen, es wird den Kryptowährungen wie im Jahr 2018 ergehen, ist also äußerst fehl am Platz. Auch wenn der Preis für einen Bitcoin in den letzten Wochen enorm gestiegen ist, so ist das alles erst der Startschuss für einen Alltag mit Kryptowährungen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*