Marschall Inseln wollen Kryptowährung als Zahlungsmittel

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Kryptowährungen als gesetzliches Zahlungsmittel zu akzeptieren scheint für viele noch etwas Utopisches zu sein. Doch die Marshall Inseln haben bekannt gegeben, dass sie die Einführung einer Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel vorsehen. Mit dieser Einführung wäre der pazifische Inselstaat weltweit der erste Staat, der die Annahme einer Kryptowährung gesetzlich vorschreibt bzw. offiziell erwähnt. Genutzt werden soll laut Informationen die Währung SOV.

Es gibt natürlich bereits Länder wie beispielsweise Japan oder Südkorea, die den Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Doch der pazifische Inselstaat möchte noch einen Schritt weiter gehen. Laut seinen Plänen soll es illegal sein Zahlungen in SOV nicht zu akzeptieren.

Info: Der Unterschied zwischen legaler Währung und gesetzlicher Währung

Viele Nutzer werden sich nun fragen, wo der Unterschied zwischen legaler Währung und gesetzlicher Währung liegt. Die meisten Menschen kennen den Unterschied zwischen gesetzlichen Zahlungsmittel und legaler Währung nicht. Bitcoin ist beispielsweise eine legale Währung in Japan, Südkorea oder auch auf den Philippinen. Es ist legal den Bitcoin als Zahlungsmittel zu nutzen. Ein gesetzliches Zahlungsmittel bedeutet jedoch, dass es für einen Händler illegal wäre das Geld nicht zu akzeptieren. 

Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel

Das gesetzliche Zahlungsmittel soll auf dem Inselstaat bereits im dritten Quartal eingeführt werden. Der Inselstaat plant jedoch nicht den US Dollar, der bis jetzt als einziges gesetzliches Zahlungsmittel diente, zu ersetzen. Vielmehr sollen der US-Dollar und die Kryptowährung zusammenarbeiten. Seit einiger Zeit ergreift die Regierung der Marshallinseln einige Maßnahmen, um eine kriminelle Nutzung der Kryptowährung zu unterbinden. Um die Token zu erwerben muss der Nutzer gegenüber der Regierung eindeutig identifizierbar sein. Zusätzlich werden die Wallets mit einem Identitäts-Token verknüpft. Ohne eine solche Identitätsprüfung soll es nicht möglich sein die Kryptowährung zu versenden. 

Die Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung, der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung sollen dadurch unterbunden werden. Dass die Regierung so strenge Maßnahmen ergreift, hat sicherlich auch etwas damit zu tun, dass die Marshallinseln einen Ruf als Steueroase genießen und diesen nicht unnötig weiter ausbauen möchten.

Weitere Staaten planen Einführung von Kryptowährung

Wer sich nun denkt, dass die Marschall Inseln der einzige Staat mit Plänen für eine eigene Kryptowährung sind, der liegt falsch. Denn es gibt bereits Staaten und Länder, die eine Einführung der Kryptowährung berücksichtigt haben. Seitdem der Petro in Venezuela eingeführt wurde, denken viele Länder über ein ähnliches Projekt nach. Die Marshall Inseln haben jedoch nicht nur darüber nachgedacht, sondern schon konkretere Pläne entwickelt. Der Status als gesetzliches Zahlungsmittel könnte dazu beitragen, dass die Kryptowährung des Staates nicht nur als Spekulationsobjekt genutzt wird, sondern als tatsächliche Währung dient.

Finanziert werden soll das gesamte Projekt durch den ICO. Damit wären die Marshall Inseln der erste Staat, welcher ein vollkommen transparentes Zahlungssystem über eine Finanzierungsrunde ins Leben gerufen hat. Transaktionen der Kryptowährung sollen nach wie vor via Blockchain funktionieren. Die Regierung der Marshall Inseln sieht vor, dass die Bewohner bzw. die Besucher der Insel nicht mehr nur noch den Dollar als Zahlungsmittel anerkennen, sondern auch die SOV Token. Eine wirklich innovative Vorgehensweise, die den Fortschritt der Kryptowährungen deutlich aufzeigt.

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