Jährliche Nutzungsgebühr und Coin Obergrenze bei Ethereum

Ethereum Logo vor einer vernetzten Weltkarte - Weltcomputer

Ethereum ist ein System im Bereich der Finanztechnologie, die Währung die hinter dem System steht nennt sich Ether. In der Vergangenheit ist die Digitalwährung vor allem wegen seiner starken Marktpräsenz bekannt geworden. Zuletzt hat Ether einen gewaltigen Kursaufschwung erlebt. Ganz im Gegensatz zur Währung Bitcoin.

Nun schockt die Anleger und Nutzer aber ein neues Thema. Ethereum Mitgründer Vitalik Buterin hat den Wunsch und das Vorhaben geäußert eine neue Gebühr für die Datenspeicherung auf den Blockchain zu erlassen. Noch mehr Gebühren? Hat die Gebührenjagd nun auch die Digitalwelt erreicht? Wir klären auf.

Was heißt das nun für Nutzer?

Was heißt dieses Vorhaben nun ganz konkret für Nutzer? Neben den bestehenden Transaktionsgebühren, die viele Nutzer bereits klaglos entrichten, kommen nun auch noch Gebühren für die Nutzung der Blockchain hinzu. Man kann diese Gebühr auch mit einer Art Miete beschreiben.

Welchen Sinn hat diese Gebühr? Glaubt man dem Unternehmen, dann möchte dieses sicherstellen, dass keine sinnlosen Daten im System hinterlegt werden und das dadurch das System überlastet wird. Es soll sich dabei um eine Maßnahme handeln, um Full Nodes zu schützen. Denn eine Überfüllung des Netzwerks macht das Betreiben eines Full Nodes unmöglich.

Sind noch mehr Gebühren geplant

Der angeführte Vorschlag ist natürlich nicht ganz ungefährlich, denn bei den meisten Nutzern stößt das Unternehmen damit auf Gegenwehr. In den einzelnen Bitcoin Communitys sind bereits seit Monaten Diskussionen zu den hohen Gebühren vorzufinden.

Liegt begrenzter Speicherplatz vor, müssen Nutzer bereits jetzt hohe Gebühren zahlen, um sicherzustellen, dass ihre Transaktionen in einem Block enthalten bleiben. Bereits im letzten Jahr war eine solche Situation vorhanden. Im Dezember war es beispielsweise sehr teuer Transaktionen über Bitcoins Netzwerk zu nutzen. Der Grund dafür war die fast vollständige Auslastung der Netzwerke. Man versuchte stetig die Skalierungsprobleme und die dadurch entstehenden teuren Gebühren in den Griff zu bekommen.

Wie entstand das Problem?

Ethereum´s Blockchain ist im Gegensatz zum Bitcoin sehr viel schneller herangewachsen. Somit mussten die Full Nodes sehr große Datenmengen in dessen RAM speichern. Auf einem Full Node werden die Bilanzen von Nutzern und der jeweilige Status von Smart Contract´s gespeichert. Aktuell benötigt der Full Node von Ethereum mindestens 5 GB RAM, um wirklich alle erforderlichen Daten zu speichern. Damit hier eine Entlastung vorgenommen werden kann will Vitalik Buterin die neue „Miete” einführen.

Benutzer sollen also Gebühren bezahlen, um die Daten zu speichern. Hier kommt es aber immer noch darauf an wie lange Nutzer diese Daten sichern. Je mehr Daten ein Nutzer auf einem Full Node speichern möchte, desto kostenintensiver wird es für den Anwender. Für einen durchschnittlichen Nutzer würden demnach Gebühren von $ 0,15 pro Jahr anfallen. „Smart Contract – Besitzer“ hingegen müssen im Jahr mit $ 15 jährlich rechnen.

Obergrenze für Ether (ETH)

Gleichzeitig hat Vitalik Buterin eine Obergrenze (Max Supply) für Ether vorgeschlagen. Es soll maximal 120 Millionen Ether geben können. Als Zeitpunkt für die Implementierung der Obergrenze könnte die erste Phase des Casper Updates in Frage kommen. Das Casper Update ist der nächste große Evolutionsschritt der den Proof of Stake (PoS) Konsensusmechanismus in das Ethereum System implementieren soll. Er ist für Ende 2018 geplant.

Beitragsbild: © prizma – Shutterstock.com

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