verschiedene Währungen und GoldUm den Ansatz von Kryptowährungen zu verstehen muss man erstmal die Grundlagen der „herkömmlichen“ Währungen und deren Vor- und Nachteile sehen.

Wir wollen hier grob die Entwicklung, von der ersten Verwendung von „Geld“, über die Entwicklung von Währungen bis zum Erscheinen der ersten Kryptowährung „Bitcoin“ beschreiben.

Geld

Die Definition von Geld ist, dass damit Wert gespeichert wird. Dieser Wert erhalten bleibt und jederzeit gegen Waren oder Dienstleistungen getauscht werden kann.

Geld ist also ein Werkzeug zur Wertaufbewahrung, um den Wert zu transportieren und um genaue Werte abzumessen (Rechnungseinheit).

Dabei ist wichtig, dass die Gelder gleichwertig sind (Fungibel), dass also am beispiel von Banknoten, nicht ein 50 Euro Schein wertvoller ist als ein anderer. Ansonsten würde niemand mehr wertvollere Scheine gegen billigere tauschen und das ganze System würde zusammenbrechen.

Gold als „erstes“ Geld

Schon recht früh hat sich Gold als eine Art von Geld etabliert.
Es war selten, nur unter großen Anstrengungen zu gewinnen und hat sich (von Wert und beschaffenheit) nicht verändert.

Die Nachteile waren das große Gewicht und die schwierige teilbarkeit. 1 Gramm in Gold zu zahlen, wenn man nur ein 30 Gramm Nugget hatte, konnte einen vor Herausforderungen stellen.

Zudem wurde Gold oft mit billigeren Materialien gestreckt oder gefälscht.

Zur Lösung dieser Probleme wurde das erste Papiergeld entwickelt.

Währungen

Papiergeld als Schuldschein für Gold

Papiergeld, dass mit Gold gesichert war (Schuldscheine für Goldwert) löste die meisten dieser Probleme.
Das Gold wurde von einer zentralen Organisation (Bank) verwahrt, die dafür Schuldscheine ausgab.

Papiergeld war deutlich angenehmer zu transportieren als Gold, hatte aber denselben Wert, da man überall seine Schuldscheine wieder in echtes Gold umtauschen konnte.
Auch die Teilbarkeit war durch Scheine in unterschiedlichen Höhen deutlich einfacher.

Das Vertrauen in diese Papierwährung ist durch die Sicherung mit Gold gegeben.

FIAT Währungen

In den 1920er Jahren wurde der Goldstandard abgelöst. Seit diesem Zeitpunkt gibt es keine Sicherung der Währung mehr durch Gold, Silber oder sonstige einlagen.

FIAT ist vom lateinische „fiat“ (Es werde) abgeleitet. Fiatgeld ist Geld, bei dem durch den „Herausgeber“ (Emittenten) keine Rückkaufverpflichtungen, in Gold oder sonstigem, bestehen und dessen Vertrauen und Wert nur durch gesetzliche Vorschriften und das Vertrauen in die Zentralbank und den Staat sichergestellt wird.

Daraus ergeben sich natürlich auch einige Risiken und Nachteile:

Ein Wertaufbewahrungsmittel ist dieses Fiatgeld nur dann, wenn die Zentralbank nicht zuviel davon ausgibt. Ansonsten entsteht eine Inflation und die Währung verliert stark an Wert. Es hängt also die komplette Akzeptanz der jeweiligen Währung (und damit ihr Wert) nur am Vertrauen, dass die Nutzer der ausgebenden Stelle entgegenbringen.

Da keine Sicherung mehr in Gold o.ä. erfolgt und eine einzelne zentrale Organisation das Geld druckt und alle Macht über das System selbst ausübt, ist hier die erste Zentralisierung im Geldsystem entstanden.

Kryptowährungen

Eine Lösung, weg vom zentralisierten Geldsystem, wurde lange gesucht. Es scheiterte aber vor allem am Punkt des Double Spendings.

In einer zentralisierten Währung, überwacht und kontrolliert die zentrale Stelle alles. So wird sichergestellt, dass man z.B. nur Geld verschicken kann, das man auch hat.
In einer dezentralen Währung konnte dies niemand kontrollieren. Digitales Geld könnte einfach, beliebig oft, kopiert und versendet werden.
Eine Lösung für dieses Problem wurde 2008 in einem Whitepaper mit dem Namen „Bitcoin ein elektronisches Peer to Peer Cash System“ von einem gewissen „Satoshi Nakamoto“ veröffentlicht.

Seine Lösung ist so simpel wie genial. Damit jeder kontrollieren kann wer wieviel Geld hat, hat jeder Teilnehmer des Netzwerkes die Möglichkeit, die komplette Transaktionshistorie herunterzuladen und zu prüfen. Diese Transaktionshistorie nannte er „Blockchain“ (Distributet Ledger Technology (DLT).

In dieser Blockchain sind alle jemals getätigten Transaktionen, unveränderlich und kryptografisch geschützt, vorhanden und können von jedem Teilnehmer geprüft und verifiziert werden.
Konsensus entsteht durch die Mehrheit der Teilnehmer.

Blockchain für Kryptowährungen ist allerdings nur ein Möglicher Verwendungszweck für diese Technologie!

Weitere Interessante Ansätze für die Blockchain Technologie wären z.B.

  • Möglichkeit zur Identifikation
  • Nachweis und Sicherung von Eigentumsverhältnissen
  • vor Manipulation geschützte Kommunikation
  • und so weiter….

Definition Blockchain:

Die Blockchain ist die unveränderliche Transaktionshistorie einer dezentralen Gemeinschaft.

Vorteile von Blockchain Systemen

  • Jeder kann teilnehmen
  • Niemand kann etwas (oder die ganze Blockchain) blockieren
  • Niemand kann die Blockchain an sich verhindern, da sie dezentral auf den Rechnern der Teilnehmer existiert

Titelbild: © monticello / Shutterstock.com

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