Digitalwährungen: Thema auf dem G20 Gipfel

Der Bitcoin steht von vielen Seiten unter Beschuss

Digitalwährungen, egal in welcher Form, sind ein wichtiger Bestandteil unserer Marktwirtschaft geworden. Viele Unternehmen agieren bereits mit dem Bitcoin oder einer anderen Digitalwährung. Selbst viele Online-Händler haben die Zahlungsmöglichkeit Bitcoin eingeführt. Nun war die Kryptowährung auch auf dem G20 Gipfel der Finanzminister ein Thema.

Deutschland sowie Frankreich hatten bereits weit im Voraus angekündigt auf dem G20 Gipfel, der Mitte März in Buenos Aires stattfand, über die Digitalwährung Bitcoin sprechen zu wollen. Ein Thema des G20 Gipfels war die Art der Regulierung der Kryptowährungen. Hierzu gab es eine angeregte Diskussion.

Vorerst keine Regulierungen zu Kryptowährungen

Zuerst die gute Nachricht: Nutzer und Nutzerinnen der Kryptowährungen können aufatmen, denn es soll laut aktuellen Berichten vorerst keine Regulierungen der Digitalwährungen geben. Diese positiven Nachrichten haben auch den Bitcoin Kurs wieder ansteigen lassen.

Aufatmen unter Bitcoin Anhängern

Große Erleichterung ist bei den Bitcoin-Anlegern zu spüren. Auch Unternehmen haben sich die Schweißperlen von der Stirn gewischt, als das Treffen der G20 vollendet war. Dieses ergab, dass es vorerst keine Regulierung der Kryptowährungen geben soll. Die Befürchtungen, dass die Finanzminister und Notenbankchefs mit ihrem Wunsch nach einer strengen Regulierung erfolgreich sein könnten, bestätigten sich nicht.

Diese Befürchtungen haben sich auch auf den Bitcoin-Kurs ausgewirkt, der zwischenzeitlich auf 7.400 US-Dollar gefallen war.

Politik hält Bitcoin im Auge

Nun wurden auch Details zu den Gesprächen bekannt. So sprachen die Finanzminister von führenden Industrie- und Schwellenländern über „produktive“ Gespräche im Rahmen der Kryptowährungen. Diese Gespräche gaben Anlass zur Vermutung, dass mögliche Regulierungsanstrengungen nicht komplett ausgesetzt wurden, sondern erst einmal vertagt wurden. Die Regulierung ist also noch nicht ganz vom Tisch, so die Politik.

Die zuständigen Stellen wollen die Kryptowährungen weiterhin im Auge behalten, auch wenn keine direkte Regulierung vorliegt. Der Grund für diese „Überwachung“ sind angenommene kriminelle Aktivitäten, welche die Regierungen immer noch befürchten.

Beobachter sehen im Ausbleiben der Regulierung keinen dauerhaften Zustand. Die Regierungen müssen sich lediglich mehr Zeit verschaffen, um den Markt besser kennenzulernen und eine genauere Einschätzung vornehmen zu können.

Eine weitere Entspannung gab es auch durch eine Mitteilung des Financial Stability Boards, einer Organisation, die das globale Finanzsystem überwacht und Empfehlungen herausgibt. Diese erklärte, dass Kryptowährungen aktuell keine Risiken für die Stabilität der globalen Finanzsysteme bedeuten würden.

Wir fragen uns dabei wie das Zögern der Regierungen zu erklären ist – ist bewusst keine Regulierung gewollt oder fehlt einfach das Fachwissen, um passend eingreifen zu können. Aus diesem Grund haben wir einmal etwas investigativer recherchiert und für Sie die einzelnen Fakten zusammengetragen.

Was weiß Deutschland eigentlich über den Bitcoin?

Deutschland und seine Regierung weiß leider bis heute sehr wenig über den Bitcoin und seine Herstellung. Experten beziffern lediglich den gesamten Jahresenergieverbrauch von Bitcoins auf 32,4 Terawattstunden. Die deutschen Rechenzentren benötigen derzeit beim Mining lediglich 6,5 Terawattstunden Strom. Daraus lasse sich jedoch der Umfang des Handels mit Kryptowährungen in Deutschland nicht ermitteln.

Vor diesem Hintergrund wollten die Grünen von der Bundesregierung wissen, wie viele Rechenzentren es zur Herstellung von Bitcoins in Deutschland gibt. Zusätzlich sprechen die Grünen konkret die Klimaschutzziele mit Bezug auf die Kryptowährungen an.

Die Antwort der Bundesregierung ist erschreckend und zugleich wenig verwunderlich: es gibt keine genauen Kenntnisse darüber wie viele Rechenzentren es in Deutschland gibt. Demnach kann auch nicht daraus geschlossen werden, wie viele Bitcoins in Deutschland im Umlauf sind oder wie viele Bitcoins konkret geschürft wurden. Bis jetzt hat die Bundesregierung wenig Kenntnisse über die Bitcoin-Herstellung, ebenso wie den daraus resultierenden Energieverbrauch oder den konkreten Handel.

Der G20 Gipfel bat nun die Möglichkeit etwas intensiver über Kryptowährungen und vor allem den Bitcoin nachzudenken. In diesem Fall spielt die Regulierung derr Kryptowährungen eine Rolle. Inwieweit die Regulierung für den Bitcoin langfristig kommen wird und welche Themen die neue Bundesregierung dazu im Kopf hat, ist aktuell nicht bekannt.

Beitragsbild: © Visual Generation – shutterstock.com

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