Das Ende der Bitcoins: Die Quantencomputer

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Immer wieder wird in den Medien über die Gefahr von Quantencomputern mit Bezug auf Bitcoins und andere Kryptowährungen gesprochen. Schnell werden Anleger und Käufer abgeschreckt. Doch wir realistisch ist diese angebliche Gefahr eigentlich? Und was steckt dahinter? Wir geben die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Es vergeht fast keine Woche in der die Quantencomputer nicht als Gefahr für Bitcoin und andere Kryptowährungen beschrieben werden. Das Bild ist dramatisch, wenn auch im Regelfall deutlich überzeichnet. Demnach soll mit einem Quantencomputer die Möglichkeit bestehen alle Verschlüsselungen der Konten und damit die Privatsphäre der einzelnen Nutzer zu entschlüsseln. Man wäre als Nutzer und Verbraucher nicht mehr anonym. Einer der Hauptvorteile der Kryptowährungen wäre somit dahin.

Diese Angst wird nun auch auf die Kryptowährungen angedichtet und die theoretische Gefahr, dass Wallets gehackt werden, besteht. Doch ist diese auch in der Realität begründet?

Ist die Angst vor Quantencomputern berechtigt?

Ja, die Angst vor den Quantencomputern ist nicht ganz unbegründet. Zahlreiche Projekte nutzen schon heute aufwendige Verschlüsselungsalgorithmen. Diese Verschlüsselungsalgorithmen können dabei „quantum resistant“, also Sicher vor Quantencomputern, oder eben nicht sein.

In Zukunft empfiehlt sich die Nutzung der quantum resistenten Variante. Was bedeutet „quantum resistant“? Quantum resistant steht, wie der Name schon sagt, dafür, dass die Kryptowährung sicher gegenüber Quantencomputern ist.

Was kann ein Quantencomputer?

Die „Gefahr“ der neuartigen Computer sollte dabei genauer beziffert und eingeschätzt werden. Deswegen gehen wir auf die Möglichkeiten und Grenzen dieser Computer etwas genauer ein.

Schaut man sich als Anwender einen klassischen Computer an, sieht man einen Digitalrechner. Dieser verarbeitet die erhaltenen Informationen über Nullen und Einsen. Demnach kann ein Bit entweder 0 oder 1 sein. Komplexere Information werden auch über Bits und über logische Schaltungen ermöglicht.

Der Quantencomputer hingegen speichert die erhaltenen Informationen nicht in Bits, sondern in Qubits ab. Dadurch macht sich der Computer die Quantenmechanik zunutze. Qubits bestehen also nicht aus 0 und 1, sondern die 0 oder die 1 werden bei einem Quantencomputer gleichzeitig beschrieben. Die Prozesse in einem solchen PC werden also nicht nacheinander beschrieben oder verarbeitet, sondern gleichzeitig. Dadurch können Prozesse deutlich schneller und rasanter ermöglicht werden. Eine exponentielle Steigerung der Rechenleistung ist somit möglich.

Was macht Bitcoin gegen diese Gefahr?

Die Digitalwährung Bitcoin ist heute noch nicht quantum safe. Die Bitcoin Core Entwickler haben aber schon angekündigt einen Schutz gegen Quantencomputer einzuführen wenn dieser Notwendig werden sollte. Da es heute aber noch keine wirklichen Quantencomputer gibt, ist dies nicht die vorherrschende Priorität der Teams.

Beachten sollte man hier allerdings auch, dass die Algorithmen die für die einzelnen Kryptowährungen genutzt werden (z.B. SHA256 beim Bitcoin) nicht für Kryptowährungen entwickelt wurden sondern schon viel länger in allen Bereichen des Internets im Einsatz sind. Sollte eine Attacke mit Quantencomputern stattfinden haben wir deutlich größere Probleme als „nur“ einen angreifbaren Bitcoin. In diesem Fall würde uns wohl die Hälfte unserer vernetzten Technik „um die Ohren fliegen“.

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