Cryptojacking

Bitcoin Logo auf CPU
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Die Bezeichnung Cryptojacking macht seit einiger Zeit die Runde. Viele Anleger von Kryptowährungen sind in Panik geraten, denn Cryptojacking wird von Angreifern genutzt, um heimlich Kryptowährungen auf  fremden Rechnern zu generieren. 

Der eigentliche Nutzer bekommt von diesem Verfahren im Regelfall rein gar nichts mit. Wir möchten nun in diesen Beitrag etwas intensiver auf das Cryptojacking eingehen und vor allem darüber informieren.

Cryptojacking – Plötzlich war es da

Ganz plötzlich aus dem Nichts kam im letzten September der Boom zum Cryptojacking. Cryptojacking ist eine Art Malware, die viele Kryptowährungsanhänger in Panik versetzt hat und seit einigen Monaten immer mehr Rechner infiziert.

Hinter dem Cryptojacking stecken meist harmlos aussehende Apps, Webseiten oder Browser-Anwendungen. Dass Anwender dabei ein Opfer des Cryptojacking geworden sind, wissen die meisten nicht. Wir möchten nun darüber informieren was Cryptojacking ist und vor allem auch wie man es bemerkt.

Cryptojacking Boom: Der Angriff aus dem Hintergrund 

Die Frage ist nun, was ist Cryptojacking eigentlich?

Cryptojacking ist eine Art des Schürfens von Kryptowährungen, bei dem fremde Rechner genutzt werden. Meist werden die betroffenen Rechner durch Malware ider Browser Erweiterungen infiziert und Minen dann im Hintergrund. Die Betroffenen merken von dieser Aktion meistens nichts. 

Dass eigentlich im Hintergrund Kryptowährungen geschürft werden, bemerkt der Anwender eigentlich nur dadurch, dass die Rechner bzw. die Smartphones langsamer werden und eine enorme Hitze abstrahlen. Diese Hitze wird durch einen überlasteten Prozessor erzeugt. Dazu kommt es, weil auf dem Smartphone oder auf einem anderen digitalen Gerät komplexe Rechenaufgaben gelöst werden. Dadurch erhöht sich der Kontostand einer Kryptowährung für den Hacker. Der Nutzer des Gerätes bemerkt davon nichts. Fremde kapern das Gerät und nutzen es als Rechenzentrum. Vor allem Bitcoin oder auch Ethereum waren davon betroffen. Durch den Anstieg der Schwierigkeit wechseln die Angreifer aber nach und nach auf weniger Anspruchsvolle Währungen die einfacher zu schürfen sind wie z.B. Monero.

Wie funktioniert Cryptojacking?

Cryptojacking funktioniert eigentlich ganz einfach. Ausgangspunkt ist aber immer eine Webseite oder eine App, die von Fremden übernommen wurden. Getroffen hat es bereits sehr viele prominente Webseiten. Ähnlich wie bei anderer böser Software wird auf der Webseite ein Code hinzugefügt. Dieser wird dann auf den Computer aller User, welche die Webseite betreten, ausgeführt. Das Programm, welches dabei auf die Rechner gespielt wird, braucht sozusagen überschüssige Rechenleistung auf, um für den Hacker Geld zu verdienen. Damit hat er die Möglichkeit via Mining Kryptowährungen zu generieren. 

Im Grunde hört sich das nicht schlimm an, doch das Cryptojacking ist illegal und kann zur Beschädigung bzw. Ausfall des Computers führen. An sich ist die Idee aus Hackersicht gar nicht so doof: Anstatt in Kryptowährungen zu investieren, sorgt der Hacker dafür, dass er einfach neue Kryptowährungen entstehen lässt.

Webseiten, die das Cryptojacking anbieten

Grundlegend ist Cryptojacking nicht ganz illegal. Es gibt bereits mehrere Webseiten, die dasselbe Prinzip anwenden. Doch es gibt einen Unterschied. Webseiten, die dieses Produkt anbieten, sind erstens transparent gestaltet und haben die Zustimmung des Nutzers. 

Anders sieht es beim Cryptojacking aus, welches seit letztem Herbst in aller Munde ist. Denn hier wird der Anwender nicht um seine Erlaubnis gefragt. Der Laptop bzw. das Smartphone werden einfach in Beschlag genommen und zum Mining genutzt.

Antivirenhersteller kämpfen gegen Cryptojacking

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sein Antivirenprogramm regelmäßig aktivieren bzw. aktualisieren. Denn mittlerweile sind verschiedene Antivirus-Hersteller bereits aktiv daran beteiligt etwas gegen Cryptojacking zu unternehmen. 

Nutzer können das Cryptojacking nur bemerken, wenn sich der Rechner bzw. das Smartphone untypisch verhalten. Wird der Rechner also auf bestimmten Webseiten enorm heiß oder wird das Smartphone sehr langsam, sollte man schleunigst die Webseite verlassen und einen Virenscanner drüberlaufen lassen.

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