Coinbase erhält E-Geld-Lizenz in Großbritannien

Fans der Kryptowährungen werden sich über diese Nachricht sicherlich freuen. Eine der bekanntesten und zugänglichsten Plattformen, Coinbase, bekam von der Britischen Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) eine E-Geld-Lizenz. Coinbase bezeichnet sich dabei selbst als weltweiter Favorit beim Kauf und Verkauf von Bitcoins, Ethereum und Litecoins.

Was bedeutet das nun genau?

Regulär heiß das, dass die Handelsplattform Coinbase nun die Möglichkeit hat E-Geld zu emittieren. Dadurch können Zahlungsdienste in Großbritannien angeboten werden. Zusätzlich wird die Trennung von Kundengeldern und eigenen Betriebsmitteln der Plattform auf separaten Bankkonten ermöglicht. Laut Angaben von Coinbase haben so bereits 50 Billionen US-Dollar auf Coinbase den Besitzer gewechselt.

Was bedeutet diese Trennung?

Sollte Coinbase insolvent gehen oder nicht mehr geschäftsfähig sein, besteht die Möglichkeit, dass jede Fiat-Währung, um die sich das Unternehmen in Ihrem Namen kümmert, nicht davon absorbiert wird.

Das wiederum bedeutet nicht, dass die Einlagen von der Aufsichtsbehörde selbst geschützt werden – das wäre nur mit einer Vollbankenlizenz möglich. Das sagt auch nichts über die Sicherheit des Wallets aus. Der beschriebene Schritt ist jedoch für Coinbase wichtig, um Kunden in der EU effizienter bedienen zu können.

Coinbase U.K.-CEO, Zeeshan Feroz, äußert sich zu dieser Entwicklung wie folgt: „Die Lizenz erfordert Operationen, um die strengen Regeln zu erfüllen, die von der FCA und der Zahlungsdiensterichtlinie durchgesetzt werden“, „Für unsere Kunden wird dies letztendlich, durch neue Partnerschaften und ein einfacher zu bedienendes Produkt, ein besseres Erlebnis für den Kunden zu schaffen.“

Ausdehnung der E-Geld-Lizenz geplant

Außerdem soll die bestehende E-Geld-Lizenz von Coinbase auf weitere 23 Länder innerhalb der EU ausgedehnt werden. „Wir glauben, dass dies ein wichtiger Schritt in Richtung unserer Verpflichtung ist, die Kryptowährung allen zugänglich zu machen“, sagt Coinbase U.K.-CEO Zeeshan Feroz.

Außerdem gibt das Unternehmen bekannt, dass es den ersten Krypto-Austausch mit dem U.S.-Faster-Payments-Programm geben wird. Dieses System soll die Zeit zwischen dem Senden und dem Empfangen der Währung verkürzen.

Das Vorhaben wird erst einmal als Pilotprojekt gestartet: „In den kommenden Wochen werden wir mit allen UK-Kunden in Kontakt treten, was das Coinbase-Erlebnis immer einfacher macht“, berichtet Feroz.

Coinbase ist in der EU im Jahr 2017 doppelt so rasant gewachsen, wie auf anderen Märkten. Weiterhin ist das Vereinigte Königreich der größte Markt in Europa für Coinbase.

Titelbild: © Adrian Today – shutterstock.com

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